Schwerer Verkehrsunfall in Tragöß: Eine Person schwebt in Lebensgefahr
AI ZUSAMMENFASSUNG
- Drei Fahrzeuge kollidierten am Dienstagnachmittag in Tragöß-St. Katharein.
- Insgesamt wurden zehn Menschen verletzt, eine Person schwebt in Lebensgefahr.
- Das Rote Kreuz aktivierte das MANV-Modul zur Versorgung zahlreicher Verletzter.
- Mehrere Rettungsorganisationen, Feuerwehren und ein Notarzthubschrauber standen im Großeinsatz.
Drei Fahrzeuge kollidieren auf der L111
Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Dienstagnachmittag auf der L111 im Gemeindegebiet von Tragöß-St. Katharein ereignet. Aus bislang ungeklärter Ursache stießen im Bereich Oberdorf drei Fahrzeuge zusammen.
Insgesamt waren zehn Erwachsene in den Unfall verwickelt. Sämtliche Betroffenen mussten direkt an der Unfallstelle medizinisch versorgt werden.
Eine Person schwebt in Lebensgefahr
Nach Angaben des Roten Kreuzes erlitt eine Person lebensgefährliche Verletzungen. Der Patient konnte zunächst stabilisiert und anschließend mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 17 in das LKH Graz ZAM (Zentrum für Akutmedizin) geflogen werden.
Die weiteren neun Verletzten wurden mit Rettungsfahrzeugen in verschiedene Krankenhäuser transportiert.
Je nach Schwere ihrer Verletzungen erfolgte die Einlieferung in:
- LKH Graz ZAM
- UKH Graz
- LKH Leoben
MANV-Modul aktiviert
Da mehr als sechs Personen verletzt wurden, aktivierte das Rote Kreuz das sogenannte MANV-Modul (Massenanfall von Verletzten).
Dieses Einsatzkonzept ermöglicht eine strukturierte Koordination bei Großschadenslagen.
Dabei werden:
- Patienten nach Dringlichkeit eingeteilt,
- Krankenhäuser frühzeitig informiert,
- Transportkapazitäten koordiniert,
- Informationen zwischen allen Einsatzkräften in Echtzeit ausgetauscht.
Dadurch kann die medizinische Versorgung auch bei einer größeren Zahl von Verletzten effizient organisiert werden.
Großaufgebot an Einsatzkräften
Das Rote Kreuz Bruck-Mürzzuschlag war mit einem umfangreichen Kräfteaufgebot im Einsatz.
Vor Ort standen:
- fünf Rettungswagen,
- ein Notarzteinsatzfahrzeug,
- ein Kommandofahrzeug,
- der Notarzthubschrauber Christophorus 17,
- mehrere Feuerwehren,
- die Polizei,
- ein Abschleppunternehmen.
Die Unfallstelle wurde während der Rettungs- und Bergungsarbeiten abgesichert.
Unfallursache noch unklar
Wie es zu der Kollision der drei Fahrzeuge kommen konnte, ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Die L111 war während des Einsatzes teilweise gesperrt beziehungsweise nur eingeschränkt befahrbar.
Verkehrsunfälle mit vielen Verletzten stellen hohe Anforderungen
Unfälle mit zahlreichen Verletzten gehören zu den anspruchsvollsten Einsätzen für Rettungsorganisationen. Durch standardisierte Einsatzkonzepte wie das MANV-Modul können Patienten schnell versorgt und auf geeignete Krankenhäuser verteilt werden. Die koordinierte Zusammenarbeit von Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Luftrettung spielt dabei eine entscheidende Rolle.