38 Millionen Euro für Tirols Gemeinden – Land unterstützt Unwetteropfer und Infrastruktur
AI ZUSAMMENFASSUNG
- Tirol stellt mehr als 38 Millionen Euro für Gemeinden, Feuerwehren und Infrastrukturprojekte bereit.
- Nach den schweren Unwettern werden betroffene Agrarflächen im Kauner- und Pitztal rekultiviert.
- Zusätzlich fließen Millionen in Kindergärten, Schulen, Trinkwasserversorgung und Blackout-Vorsorge.
- Auch Tirols Feuerwehren erhalten über 1,1 Millionen Euro für neue Ausrüstung und Fahrzeuge.
Tirol investiert nach schweren Unwettern in Wiederaufbau und Zukunft
Nach den verheerenden Murenabgängen im Kauner- und Pitztal hat die Tiroler Landesregierung ein umfangreiches Unterstützungsprogramm beschlossen. Neben der Sanierung zerstörter landwirtschaftlicher Flächen fließen mehr als 38 Millionen Euro in Gemeinden, Feuerwehren sowie Bildungs- und Infrastrukturprojekte.
Ziel ist es, die Folgen der Unwetter rasch zu beseitigen und die Gemeinden gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisen zu machen.
Rekultivierung beschädigter Flächen
Die schweren Unwetter hinterließen erhebliche Schäden an Straßen, Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen.
Im Pitztal musste die L16 Pitztalstraße auf einer Länge von rund 500 Metern neu verlegt werden. Im Kaunertal wurden entlang der Kaunertaler Gletscherstraße zahlreiche Felder zerstört.
Die Tiroler Landesregierung beauftragte deshalb die Abteilung Bodenordnung, betroffene Grundeigentümer bei der Rekultivierung ihrer Flächen fachlich zu unterstützen.
Während im Kaunertal derzeit rund zehn private Grundstückseigentümer betroffen sind, wird das gesamte Schadensausmaß im Pitztal noch erhoben.
Unterstützung für betroffene Landwirte
Landeshauptmann Anton Mattle betonte, dass Tirol gerade in Krisenzeiten eng zusammenhalte.
Nach Angaben des Landes verfügt die Abteilung Bodenordnung bereits über umfangreiche Erfahrung bei ähnlichen Projekten. Ziel sei es, landwirtschaftliche Nutzflächen möglichst rasch wiederherzustellen und die betroffenen Eigentümer bei Planung und Umsetzung zu entlasten.
Gemeinsam mit Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler verwies Mattle darauf, dass hinter jedem beschädigten Grundstück wirtschaftliche Existenzen stehen, deren Wiederaufbau ohne öffentliche Unterstützung kaum möglich wäre.
Über 38 Millionen Euro für Gemeinden
Neben den Sofortmaßnahmen nach den Unwettern beschloss die Tiroler Landesregierung auch die zweite Ausschüttung des Gemeindeausgleichsfonds 2026.
Insgesamt werden mehr als 38 Millionen Euro bereitgestellt.
Die Mittel verteilen sich auf:
- 33,4 Millionen Euro für allgemeine Bedarfszuweisungen,
- 3,36 Millionen Euro für Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen,
- 1,11 Millionen Euro für Feuerwehren,
- 141.300 Euro aus dem Tiroler Energiefonds.
Investitionen in Infrastruktur
Mit den Fördergeldern werden zahlreiche kommunale Projekte finanziert.
Dazu zählen unter anderem:
- Kindergärten,
- Schulen,
- Pflegeheime,
- Gemeindebauten,
- Trinkwasserversorgung,
- Recyclinghöfe,
- Energieprojekte,
- kommunale Infrastruktur.
Zusätzlich wurden mehr als 238.000 Euro für Maßnahmen zur Blackout-Vorsorge vorgesehen.
Feuerwehren profitieren ebenfalls
Auch Tirols Feuerwehren erhalten zusätzliche Unterstützung.
Mehr als 1,1 Millionen Euro fließen in:
- neue Einsatzfahrzeuge,
- moderne Ausrüstung,
- technische Geräte,
- Infrastruktur.
Landesrätin Astrid Mair betonte, dass gut ausgebildete Feuerwehrkräfte auch über eine zeitgemäße Ausstattung verfügen müssten, um bei Naturkatastrophen effektiv helfen zu können.
Gemeinden krisenfit machen
Nach Ansicht der Tiroler Landesregierung sollen die Investitionen nicht nur aktuelle Schäden beseitigen, sondern Gemeinden langfristig widerstandsfähiger machen.
Versorgungssicherheit, funktionierende Infrastruktur sowie eine bessere Vorbereitung auf Naturkatastrophen und mögliche Blackout-Szenarien seien zentrale Bestandteile der zukünftigen Landespolitik.
Mit den beschlossenen Fördermitteln sollen sowohl der Wiederaufbau nach den Unwettern als auch wichtige Zukunftsprojekte in ganz Tirol beschleunigt werden.