Google baut Milliarden-Campus in Oberösterreich: Kronstorf wird zu einem der wichtigsten KI-Standorte Europas
KI-Zusammenfassung
- Google plant eine massive Erweiterung seines ersten Rechenzentrums in Österreich.
- Der Campus in Kronstorf (Oberösterreich) soll rund 50 Hektar groß werden.
- Die Genehmigungsunterlagen wurden in den vergangenen Tagen bei den Behörden eingereicht.
- Das Bauverfahren könnte bis Mitte 2027 abgeschlossen sein.
- Branchenexperten rechnen inzwischen mit einem Investitionsvolumen in Milliardenhöhe.
- Hunderte direkte und Tausende indirekte Arbeitsplätze könnten entstehen.
Google macht Oberösterreich zu einem der wichtigsten Standorte Europas
KRONSTORF, 8. Juli 2026 – Google plant einen der größten Technologie-Ausbauten seiner europäischen Infrastruktur in Österreich. Das bereits im Bau befindliche Rechenzentrum in Kronstorf soll deutlich größer werden als ursprünglich vorgesehen und sich zu einem der bedeutendsten Google-Standorte Europas entwickeln.
Nach Informationen des Landes Oberösterreich hat der US-Technologiekonzern in den vergangenen Tagen die Unterlagen für die nächste Ausbaustufe bei der Gemeinde Kronstorf sowie der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land eingereicht.
Campus auf 50 Hektar geplant
Google plant in der rund 3.500 Einwohner zählenden Marktgemeinde einen Technologie-Campus mit einer Fläche von rund 50 Hektar.
Bereits im April 2026 erfolgte der Spatenstich für das erste Google-Rechenzentrum in Österreich. Nun soll nach Abschluss der Genehmigungsverfahren die nächste Bauphase beginnen.
Nach derzeitiger Einschätzung könnte das baubehördliche Verfahren spätestens Mitte 2027 abgeschlossen sein. Unmittelbar danach möchte Google mit dem weiteren Ausbau starten.
Milliardenprojekt für Europa
Nach Angaben von Brancheninsidern dürfte sich das ursprünglich geplante Rechenzentrum inzwischen zu einem Projekt in Milliardenhöhe entwickelt haben.
Der neue Campus soll aus mehreren Rechenzentrumsgebäuden und umfangreicher technischer Infrastruktur bestehen. Von dort sollen künftig Cloud-Dienste, Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz sowie zahlreiche weitere Google-Dienste betrieben werden.
Zu den wichtigsten europäischen Google-Standorten zählen derzeit unter anderem Dublin, London und Zürich. Künftig soll auch Kronstorf zu dieser Gruppe gehören.
KI-Boom treibt den Ausbau
Der weltweite Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) sorgt für einen enorm steigenden Bedarf an Rechenleistung.
Immer mehr Anwendungen benötigen leistungsstarke Server und riesige Datenmengen. Experten erwarten deshalb in den kommenden Jahren weitere Milliardeninvestitionen in Rechenzentren.
Für den vollständigen Ausbau ist in Kronstorf eine Anschlussleistung von bis zu 500 Megawatt vorgesehen – ein Wert, der den Strombedarf mehrerer großer Industriebetriebe übertreffen kann.
Nachhaltige Kühlung mit Wasser aus der Enns
Für die Kühlung der Server soll Wasser aus der Enns entnommen werden.
Die dabei entstehende Abwärme wird zunächst innerhalb des Campus genutzt – unter anderem zum Beheizen von Gebäuden und für technische Anlagen. Erst anschließend wird das Wasser entsprechend den behördlichen Vorgaben wieder in den Fluss zurückgeleitet.
Wirtschaftslandesrat begrüßt Investition
Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner bezeichnet das Projekt als starkes Signal für den Wirtschaftsstandort.
Nach seiner Einschätzung wird der neue Google-Campus nicht nur hunderte direkte Arbeitsplätze schaffen, sondern auch tausende Jobs bei Bauunternehmen, Sicherheitsfirmen, Wartungsbetrieben und weiteren Dienstleistern ermöglichen.
Die Wertschöpfung für Oberösterreich könnte damit erheblich steigen.