Medizin-Aufnahmetest in Graz: Mehr als 2.300 Bewerber kämpfen um nur 406 Studienplätze
AI ZUSAMMENFASSUNG
- 2.321 Bewerber nahmen am MedAT-Aufnahmetest an der Medizinischen Universität Graz teil.
- Für Human- und Zahnmedizin stehen lediglich 406 Studienplätze zur Verfügung.
- Damit erhält nur rund jeder sechste Teilnehmer einen Studienplatz.
- Der mehrstündige Test prüfte Wissen, kognitive Fähigkeiten, Textverständnis und soziale Kompetenzen.
Tausende Bewerber hoffen auf ihren Traum vom Medizinstudium
Die Grazer Stadthalle verwandelte sich am Freitag erneut in den größten Prüfungssaal der Steiermark. Dort absolvierten 2.321 Studienbewerberinnen und Studienbewerber den MedAT, den österreichweiten Aufnahmetest für Human- und Zahnmedizin.
Die Konkurrenz ist enorm: Für das Studienjahr stehen an der Medizinischen Universität Graz lediglich 406 Studienplätze zur Verfügung.
Nur jeder Sechste erhält einen Studienplatz
Insgesamt hatten sich 2.824 Personen für den Test in Graz angemeldet. Tatsächlich erschienen 2.321 Kandidatinnen und Kandidaten, was einer Antrittsquote von 82,2 Prozent entspricht.
Vergeben werden:
- 382 Studienplätze für Humanmedizin
- 24 Studienplätze für Zahnmedizin
Damit können nur rund 17,5 Prozent der Teilnehmer ihr Studium tatsächlich beginnen.
Obwohl das Platzangebot gegenüber dem Vorjahr um 18 Plätze erhöht wurde, stieg gleichzeitig auch die Zahl der Bewerber deutlich an.
Stundenlanger Eignungstest
Der MedAT gilt als einer der anspruchsvollsten Aufnahmetests Österreichs.
Die Teilnehmer mussten Aufgaben aus mehreren Bereichen lösen:
- medizinisches Basiswissen,
- Textverständnis,
- kognitive Fähigkeiten,
- sozial-emotionale Kompetenzen.
Für angehende Zahnmediziner kamen zusätzlich praktische Übungen hinzu.
Sie mussten unter anderem:
- Drähte exakt biegen,
- Formen spiegeln,
- ihre feinmotorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Viele nutzen den Test als Generalprobe
Für zahlreiche Maturantinnen und Maturanten war der MedAT der erste Versuch.
Viele betrachten den Test bewusst als wichtige Erfahrung, um sich im kommenden Jahr gezielter vorbereiten zu können und ihre Erfolgschancen zu verbessern.
Studienplätze überwiegend für EU-Bewerber reserviert
In der Humanmedizin gelten gesetzlich festgelegte Quoten.
- 95 Prozent der Studienplätze sind Bewerbern aus der Europäischen Union vorbehalten.
- Rund 75 Prozent entfallen auf Personen mit österreichischer Matura.
- Zusätzlich sind 87 Studienplätze für Aufgaben im öffentlichen Interesse reserviert, unter anderem für Bundesländer, die Österreichische Gesundheitskasse sowie Innen- und Verteidigungsministerium.
Hoher Konkurrenzdruck bleibt bestehen
Der MedAT zählt seit Jahren zu den selektivsten Aufnahmeverfahren Österreichs.
Die hohen Bewerberzahlen zeigen den anhaltenden Wunsch vieler junger Menschen, den Arztberuf zu ergreifen – gleichzeitig bleibt der Konkurrenzdruck aufgrund der begrenzten Studienplätze außerordentlich hoch.