Verspätungen und Zugausfall sorgen für Pendlerfrust bei der GKB
AI ZUSAMMENFASSUNG
- Ein Zugausfall der GKB führte am Montagmorgen zu massiven Verspätungen in der Weststeiermark.
- Viele Pendler strandeten in Wettmannstätten oder erreichten Graz deutlich verspätet.
- Die GKB entschuldigte sich und verweist auf den Ausfall eines einzelnen Triebfahrzeugs.
- Durch den dichteren Fahrplan seit dem Start der Koralmbahn wirken sich Störungen stärker auf den gesamten Betrieb aus.
Schwieriger Wochenstart für tausende Pendler
Für zahlreiche Berufspendler begann die Arbeitswoche mit erheblichen Problemen im Bahnverkehr. Ein technischer Ausfall bei der Graz-Köflacher Bahn (GKB) sorgte am Montagmorgen für stundenlange Verzögerungen auf der Linie S6 zwischen der Weststeiermark und Graz.
Besonders betroffen waren Fahrgäste aus dem Raum Bad Schwanberg, Wettmannstätten und den umliegenden Gemeinden.
Aus 47 Minuten wurden mehr als 100 Minuten
Ein Pendler berichtete, dass seine übliche Fahrzeit von 47 Minuten auf 101 Minuten anstieg.
Der Zug startete zunächst planmäßig in Bad Schwanberg, blieb jedoch kurz nach dem Bahnhof Weststeiermark aufgrund einer technischen Störung stehen.
Erst mit erheblicher Verspätung konnte die Fahrt bis Wettmannstätten fortgesetzt werden.
Überfüllte Züge und verunsicherte Fahrgäste
Im Laufe des Morgens sammelten sich zahlreiche Fahrgäste an den Bahnhöfen.
Viele mussten auf Ersatzverbindungen warten oder in bereits überfüllte Züge umsteigen.
Nach Aussagen von Betroffenen herrschte große Unsicherheit, da zunächst keine genauen Informationen über die Ursache der Störung vorlagen.
Unter den Reisenden befanden sich auch Personen mit wichtigen Terminen in Graz, die ihre Anschlüsse oder Arztbesuche zu verpassen drohten.
GKB entschuldigt sich
Die GKB bestätigte den Vorfall und entschuldigte sich bei den betroffenen Fahrgästen.
Nach Angaben des Unternehmens war der Ausfall eines einzelnen Triebfahrzeugs Auslöser für die umfangreichen Verspätungen.
Mit der laufenden Elektrifizierung der Strecke stehe der Vorfall laut GKB jedoch nicht in Zusammenhang.
Dichterer Fahrplan erhöht Auswirkungen
Seit dem Fahrplanwechsel und dem Start der Koralmbahn verkehren auf der Linie S6 deutlich mehr Züge.
Laut GKB sind mittlerweile durchschnittlich 1.650 Zugverbindungen pro Monat unterwegs – rund 40 Prozent mehr als im Vorjahr.
Durch diese höhere Auslastung können bereits einzelne technische Störungen größere Auswirkungen auf den gesamten Fahrplan haben.
Pünktlichkeit weiterhin hoch
Trotz des Vorfalls verweist die GKB auf ihre insgesamt hohe Zuverlässigkeit.
Im Juni lag die Pünktlichkeitsquote nach Unternehmensangaben bei 96 Prozent.
Im Mai waren auf der betroffenen Strecke lediglich 30 von 1.650 Verbindungen verspätet oder fielen vollständig aus.