Hitzewelle trifft Steiermark: Wasserkraftwerke produzieren deutlich weniger Strom
Kurz zusammengefasst
- Die anhaltende Trockenheit setzt den Wasserkraftwerken in der Steiermark massiv zu.
- Einige Kleinkraftwerke mussten ihren Betrieb bereits einstellen.
- Die Stromproduktion liegt derzeit deutlich unter den Vorjahreswerten.
- Photovoltaikanlagen gleichen einen Teil der Ausfälle aus.
- Experten rechnen heuer mit einer deutlich schwächeren Jahresbilanz der Wasserkraft.
Die anhaltende Hitze und der ausbleibende Niederschlag machen sich zunehmend bei der Energieversorgung in der Steiermark bemerkbar. Sinkende Pegelstände in Bächen und Flüssen führen dazu, dass zahlreiche Wasserkraftwerke deutlich weniger Strom erzeugen. Besonders betroffen sind kleinere Anlagen im Süden des Bundeslandes.
Nach Angaben des Bundesverbands Kleinwasserkraft liegt die Stromproduktion derzeit bereits deutlich unter den Vorjahreswerten.
Kleinkraftwerke stellen Betrieb ein
Vor allem in der Südsteiermark reicht die Wasserführung vieler Gewässer inzwischen nicht mehr aus, um Kleinkraftwerke wirtschaftlich zu betreiben. Mehrere Anlagen mussten deshalb bereits vorübergehend abgeschaltet werden.
Bernd Lippacher, steirischer Landessprecher des Bundesverbands Kleinwasserkraft, beschreibt die Situation als zunehmend kritisch. Nach seiner Einschätzung dürfte die Stromerzeugung heuer nochmals um fünf bis zehn Prozent unter dem bereits schwachen Vorjahr liegen.
Für die Betreiber bedeutet dies erhebliche finanzielle Belastungen. Trotz laufender Betriebs- und Erhaltungskosten bleiben die Einnahmen vieler Anlagen derzeit aus.
Photovoltaik federt einen Teil der Ausfälle ab
Während die Wasserkraft unter der Trockenheit leidet, profitieren Photovoltaikanlagen von den zahlreichen Sonnenstunden. Sie liefern derzeit besonders hohe Erträge und tragen dazu bei, einen Teil der geringeren Wasserkraftproduktion auszugleichen.
Nach Einschätzung von Experten zeigt sich gerade in solchen Wetterlagen die Bedeutung eines ausgewogenen Energiemixes aus verschiedenen erneuerbaren Energiequellen.
Schwache Jahresbilanz erwartet
Selbst wenn im Herbst wieder stärkere Niederschläge einsetzen sollten, dürfte sich der Rückstand bei der Stromproduktion aus Wasserkraft heuer nicht mehr vollständig aufholen lassen.
Die anhaltende Trockenperiode zeigt einmal mehr, wie stark Extremwetterereignisse inzwischen auch die Energieversorgung beeinflussen und welche Herausforderungen der Klimawandel für Betreiber erneuerbarer Energieanlagen mit sich bringt.
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