Neue Gemeindefusionen? Steiermark lehnt Zwang weiter ab
KI-Zusammenfassung
- Industriepräsident Kurt Maier fordert weitere Gemeindefusionen in der Steiermark.
- Die Landesregierung hält jedoch an ihrer bisherigen Linie fest.
- Verpflichtende Fusionen sind derzeit nicht geplant, freiwillige Zusammenschlüsse bleiben möglich.
- Die bislang letzte freiwillige Gemeindefusion erfolgte Anfang 2025 zwischen Fürstenfeld und Söchau.
- Aktuell liegen dem Land keine konkreten Pläne weiterer Zusammenschlüsse vor.
Steiermark hält an freiwilligen Gemeindefusionen fest
GRAZ, 9. Juli 2026 – Die Diskussion über weitere Gemeindefusionen in der Steiermark nimmt erneut Fahrt auf. Beim Sommerempfang der Industriellenvereinigung sprach sich deren Präsident Kurt Maier für zusätzliche Gemeindezusammenlegungen aus. Die Landesregierung reagiert jedoch zurückhaltend und bekräftigt ihre bisherige Linie: Fusionen sollen ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgen.
Industrie fordert weitere Reformen
Im Rahmen des Sommerempfangs forderte Kurt Maier neben neuen Freihandelsabkommen und einer Vereinfachung der Verwaltungsstrukturen auch weitere Reformen auf Landesebene.
Dazu zählen unter anderem:
- eine stärkere Kompetenzbereinigung zwischen Bund und Ländern,
- eine digitale Plattform für Genehmigungsverfahren,
- sowie zusätzliche Gemeindefusionen zur effizienteren Verwaltung.
Landesregierung lehnt Zwangsfusionen ab
Sowohl das Büro von Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) als auch jenes von Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) stellen klar, dass verpflichtende Gemeindefusionen derzeit nicht zur Debatte stehen.
Freiwillige Zusammenschlüsse würden weiterhin unterstützt. Darüber hinaus begrüßt das Land verstärkte Kooperationen zwischen Gemeinden – etwa in den Bereichen Bauhof oder Verwaltung.
Letzte Fusion erfolgte 2025
Die bislang jüngste freiwillige Gemeindefusion wurde Anfang 2025 umgesetzt.
Damals schlossen sich die oststeirische Stadt Fürstenfeld und die Gemeinde Söchau zusammen.
Seitdem wurden zwar vereinzelt weitere Zusammenschlüsse – unter anderem im Raum Hartberg – diskutiert, konkrete Projekte sind bislang jedoch nicht entstanden.
Finanzdruck auf Gemeinden wächst
Obwohl zahlreiche steirische Gemeinden weiterhin unter erheblichem finanziellem Druck stehen, liegen der zuständigen Gemeindeabteilung des Landes derzeit keine konkreten Anträge oder Pläne für weitere Fusionen vor.
Damit dürfte das Thema Gemeindestruktur auch in den kommenden Monaten Bestandteil der politischen Diskussion in der Steiermark bleiben.