Teergrube in Mürzzuschlag bleibt Problem: Sanierung weiter ungewiss
AI ZUSAMMENFASSUNG
- Die belastete Teergrube an der Stadteinfahrt von Mürzzuschlag sorgt weiterhin für Geruchsbelästigung.
- Das Land Steiermark hat seine Untersuchungen abgeschlossen und die Unterlagen an den Bund übermittelt.
- Über die Dringlichkeit der Sanierung müssen nun Umweltministerium und Umweltbundesamt entscheiden.
- Ein konkreter Zeitplan für die Sanierung existiert derzeit nicht.
Seit Jahren belastet die Teergrube die Bevölkerung
Die alte Teergrube an der westlichen Stadteinfahrt von Mürzzuschlag bleibt auch weiterhin ungelöst. Besonders an heißen Sommertagen klagen Anwohner über starken Geruch und sorgen sich um mögliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit.
Obwohl das Land Steiermark seine Untersuchungen inzwischen abgeschlossen hat, ist nach wie vor unklar, wann mit einer Sanierung begonnen werden kann.
Altlast stammt aus der Nachkriegszeit
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die rund acht Meter tiefe Grube zwischen 1943 und 1960 mit Teeröl und verschiedenen chemischen Rückständen verfüllt.
Über Jahrzehnte blieb die Altlast unentdeckt, bis sie vor vier Jahren bei Bauarbeiten durch einen Bagger beschädigt und freigelegt wurde.
Seither laufen umfangreiche Untersuchungen.
Ergebnisse liegen beim Bund
Im steirischen Landtag informierte Umweltlandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ) über den aktuellen Stand.
Demnach wurden die Untersuchungsergebnisse bereits Anfang des Jahres an das Bundesministerium für Umwelt sowie an das Umweltbundesamt übermittelt.
Der abschließende Bericht einer externen Fachfirma liegt seit Ende Juni vor.
Nun liegt die weitere Entscheidung beim Bund.
Verursacher soll ermittelt werden
Bevor eine Sanierung beginnen kann, muss zunächst geklärt werden, wer für die Altlast verantwortlich ist.
Wird ein Verursacher festgestellt, hat dieser laut den gesetzlichen Vorgaben 18 Monate Zeit, ein Sanierungskonzept vorzulegen.
Kann kein Verantwortlicher ermittelt werden, übernimmt der Bund die Kosten.
Wann tatsächlich mit den Arbeiten begonnen wird, ist derzeit offen.
Politik fordert rasches Handeln
Umweltlandesrat Amesbauer bezeichnete die Teergrube als „Schandfleck“ und sprach von einer möglichen Umweltgefährdung.
Auch der Mürzzuschlager Vizebürgermeister Arnd Meißl (FPÖ) fordert ein rasches Vorgehen.
Die Bevölkerung habe ein Recht darauf, dass die Altlast endlich beseitigt werde.
Kritik der Grünen
Die Grünen zeigen sich mit den Antworten der Landesregierung unzufrieden.
Klubobfrau Sandra Krautwaschl kritisierte, dass die Menschen in Mürzzuschlag trotz jahrelanger Belastung weiterhin keinen Termin für eine Sanierung erhalten hätten.
Damit bleibe die Unsicherheit über die Zukunft des belasteten Areals bestehen.