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ÖGK plant massive Standortschließungen: Fast jede zweite Servicestelle könnte verschwinden

By Miroslav Malatinský
8. Juli 2026 2 Min Read
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AI ZUSAMMENFASSUNG

  • Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) prüft die Schließung von 61 ihrer 138 Servicestellen.
  • Nach aktuellem Stand könnten künftig nur noch 77 Standorte bestehen bleiben.
  • Betriebsrat, Arbeiterkammer und Gewerkschaft zeigen sich besorgt und warnen vor möglichen Auswirkungen auf Beschäftigte und Versicherte.
  • Die ÖGK betont, dass es sich derzeit lediglich um ein internes Arbeitspapier handelt und keine Kündigungen geplant seien.

ÖGK prüft umfassende Reform des Kundennetzes

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) könnte vor einer ihrer größten organisatorischen Veränderungen seit ihrer Gründung stehen. Nach Informationen der Kronen Zeitung sieht ein internes Standortkonzept vor, die Zahl der Servicestellen österreichweit von derzeit 138 auf nur noch 77 zu reduzieren. Damit würde fast jede zweite Anlaufstelle für Versicherte wegfallen.

Die Pläne sorgen bereits jetzt für Kritik und Verunsicherung. Besonders Arbeitnehmervertretungen befürchten, dass die geplanten Einsparungen langfristig sowohl Beschäftigte als auch Versicherte treffen könnten.

Servicestellen erfüllen wichtige Aufgaben

Die regionalen Kundenservicestellen der ÖGK übernehmen zahlreiche Aufgaben für Versicherte. Dort können Bürgerinnen und Bürger unter anderem:

  • Informationen zu Versicherungsleistungen erhalten,
  • Anträge einreichen,
  • Leistungen beantragen,
  • persönliche Beratung in Anspruch nehmen,
  • medizinische und organisatorische Fragen klären.

Vor allem für ältere Menschen oder Personen ohne einfachen Zugang zu digitalen Angeboten stellen diese Standorte eine wichtige Anlaufstelle dar.

Betriebsrat schlägt Alarm

Laut Medienberichten wurde das sogenannte „Standortkonzept“ bereits den Regionalmanagern sowie dem Betriebsrat vorgestellt.

Die Reaktion fiel deutlich aus: Die Betriebsräte befürchten einen erheblichen Personalabbau und haben sowohl die Arbeiterkammer (AK) als auch die Gewerkschaft GPA informiert.

Nach Einschätzung der Arbeitnehmervertretungen könnte eine so deutliche Reduzierung der Standorte langfristig Auswirkungen auf die Qualität des Kundenservices haben.

Rund 13.000 Beschäftigte betroffen

Österreichweit beschäftigt die ÖGK rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ein großer Teil davon arbeitet direkt in den regionalen Kundenservicestellen. Sollte ein erheblicher Teil dieser Standorte tatsächlich geschlossen werden, könnte dies organisatorische Veränderungen für viele Beschäftigte mit sich bringen.

Ob Versetzungen, Zusammenlegungen oder andere Maßnahmen notwendig werden, ist derzeit noch offen.

ÖGK: Noch keine endgültige Entscheidung

Auf Anfrage erklärte die Österreichische Gesundheitskasse, dass es sich derzeit lediglich um ein internes Arbeitspapier handle.

Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.

Zudem betont die ÖGK ausdrücklich, dass mögliche Modernisierungen im Kundenservice nicht mit Kündigungen verbunden sein sollen.

Nach Angaben der Kasse werde derzeit geprüft, wie Dienstleistungen künftig effizienter organisiert werden könnten, ohne die Versorgung der Versicherten zu gefährden.

Digitalisierung verändert den Kundenservice

Wie viele öffentliche Einrichtungen setzt auch die ÖGK zunehmend auf digitale Dienstleistungen.

Immer mehr Anträge können inzwischen online gestellt werden. Informationen stehen über Kundenportale oder elektronische Services zur Verfügung.

Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass nicht alle Versicherten digitale Angebote gleichermaßen nutzen können. Besonders ältere Menschen oder Personen in ländlichen Regionen seien weiterhin auf persönliche Beratung angewiesen.

Weitere Diskussionen erwartet

Ob das vorgestellte Standortkonzept tatsächlich umgesetzt wird, bleibt derzeit offen.

Sollte die Zahl der Servicestellen tatsächlich nahezu halbiert werden, dürfte dies eine breite politische und gesellschaftliche Debatte auslösen. Im Mittelpunkt wird dabei die Frage stehen, wie Einsparungen mit einer flächendeckenden Versorgung der Versicherten vereinbart werden können.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob aus dem internen Konzept ein konkreter Reformplan wird oder ob einzelne Maßnahmen noch angepasst werden.

Tags:

ArbeiterkammerGesundheitGesundheitswesenGPAKrankenversicherungÖGKÖsterreichReform
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Miroslav Malatinský

Autor: Miroslav Malatinský Ich bin Chefredakteur des Nachrichtenportals Aktualizované.sk und verantwortlich für die redaktionelle Ausrichtung, die Qualität unserer Inhalte sowie die Einhaltung journalistischer Standards. Meine Priorität ist es, unseren Leserinnen und Lesern schnelle, verifizierte und vertrauenswürdige Nachrichten aus der Slowakei und dem Ausland zu bieten – ergänzt durch fundierte Hintergründe und verständliche Einordnungen. Ich bin überzeugt, dass qualitativ hochwertiger Journalismus auf Fakten, Objektivität und einem verantwortungsvollen Umgang mit Informationen basieren muss. Gemeinsam mit unserem Redaktionsteam arbeite ich täglich daran, Aktualizované.sk als zuverlässige Quelle für Nachrichten, Analysen und praxisnahe Informationen für den Alltag weiterzuentwickeln.

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