Verdacht auf FKK-Campingplatz: Mann soll Kinder als Fotomotive gewählt haben
KÄRNTEN – Ein Polizeieinsatz auf zwei FKK-Campingplätzen am Keutschacher See sorgt für Aufsehen. Ein Mann steht im Verdacht, dort Kinder fotografiert oder gefilmt zu haben. Bei der Suche kamen laut Berichten sogar ein Hubschrauber und Spürhunde zum Einsatz. Die Ermittlungen dauern an.
Eltern wurden auf den Mann aufmerksam
Der Vorfall soll sich Ende Juli bei zwei FKK-Campingplätzen am Keutschacher See in Kärnten ereignet haben. Wie der ORF berichtet, geriet dort ein Mann in den Fokus mehrerer Eltern.
Der Verdacht: Er könnte Kinder auf dem Gelände fotografiert oder gefilmt haben.
Die Eltern sollen den Mann zunächst verfolgt und anschließend die Polizei verständigt haben. Daraufhin wurde eine größere Suchaktion gestartet.
Hubschrauber kreiste über dem Campingplatz
Bei der Suche setzte die Polizei Berichten zufolge Spürhunde ein. Auch ein Hubschrauber des Innenministeriums war beteiligt und kreiste rund 20 Minuten über dem Campingplatz.
Schließlich soll ein Suchhund den gesuchten Mann entdeckt haben. Er habe sich demnach in einem Gebüsch versteckt.
In diesem Bereich wurde laut den Berichten auch eine weggeworfene Minikamera gefunden.
Keine Daten auf gefundener Minikamera
Der Mann wurde anschließend zur Polizeiinspektion Reifnitz gebracht und dort einvernommen.
Besonders brisant ist eine Aussage, die er laut den vorliegenden Berichten bei seiner ersten Einvernahme gemacht haben soll. Demnach habe er angegeben, Kinder als Fotomotive ausgewählt zu haben.
Auf der sichergestellten Minikamera sollen allerdings keine Daten gefunden worden sein.
Damit sind wesentliche Fragen des Falls weiterhin ungeklärt. Ein Mobiltelefon sowie ein Laptop sollen noch ausgewertet werden.
Ermittlungen mit deutscher Polizei
Der Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Anschließend durfte er den Berichten zufolge auf den Campingplatz zurückkehren. Einen Tag später soll er abgereist sein.
Die Polizei machte den Fall zunächst nicht öffentlich. Als Grund werden noch offene Fragen genannt, die gemeinsam mit der deutschen Polizei geklärt werden sollen.
Welche Ergebnisse die weiteren Auswertungen bringen, ist derzeit offen.
Für den betroffenen Mann gilt die Unschuldsvermutung.