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Gemeinden investieren Millionen: So sichern sie die Trinkwasserversorgung der Zukunft

By Miroslav Malatinský
8. Juli 2026 3 Min Read
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AI ZUSAMMENFASSUNG

  • Gemeinden im Gailtal investieren verstärkt in ihre Trinkwasserversorgung.
  • Neue Leitungen, Tiefbrunnen und zusätzliche Wasserquellen sollen die Versorgung langfristig sichern.
  • Digitalisierung und moderne Sicherheitskonzepte spielen dabei eine immer größere Rolle.
  • Hintergrund sind zunehmende Trockenperioden und die Auswirkungen des Klimawandels.

Klimawandel stellt Wasserversorgung vor neue Herausforderungen

Steigende Temperaturen, längere Trockenphasen und immer unregelmäßigere Niederschläge verändern die Anforderungen an die Trinkwasserversorgung in Österreich. Besonders Gemeinden im Gailtal reagieren mit umfangreichen Investitionen, um ihre Wasserversorgung langfristig abzusichern.

Neue Leitungsnetze, Tiefbrunnen, moderne Überwachungssysteme und zusätzliche Wasserquellen sollen dafür sorgen, dass auch in Zukunft ausreichend hochwertiges Trinkwasser zur Verfügung steht.

Hohenthurn stärkt sein Leitungsnetz

Die Gemeinde Hohenthurn bezeichnet ihre aktuelle Wasserversorgung zwar als stabil, sieht jedoch Handlungsbedarf angesichts der klimatischen Veränderungen.

Zwischen Neu Draschitz und Hohenthurn wurde deshalb eine neue Ringwasserleitung errichtet. Sie erhöht die Versorgungssicherheit und verbessert die Stabilität des gesamten Leitungsnetzes.

Parallel arbeitet die Gemeinde gemeinsam mit Arnoldstein am Projekt „Tiefbrunnen Galin“ in Stossau. Ziel ist es, zusätzliche Wasserreserven zu erschließen. Erste Untersuchungen bestätigen bereits, dass das Wasser problemlos in das bestehende Versorgungssystem integriert werden kann.

Zusammenarbeit zwischen Gemeinden

Ein weiteres Projekt verbindet künftig Hohenthurn und Feistritz an der Gail.

Geplant ist eine gemeinsame Wasserschiene, die im Notfall einen gegenseitigen Wasseraustausch ermöglicht. Dadurch könnten Versorgungsausfälle deutlich besser abgefangen werden.

Zusätzlich werden regelmäßige Qualitätskontrollen durchgeführt, um dauerhaft höchste Trinkwasserqualität sicherzustellen.

Lesachtal sucht neue Quellen

Auch im Lesachtal laufen umfangreiche Untersuchungen.

Die Gemeinde prüft derzeit zusätzliche Wasserquellen in den Bereichen St. Lorenzen, Birnbaum und Tuffbad.

Über einen längeren Zeitraum werden sowohl Wassermenge als auch Wasserqualität analysiert. Erst wenn sämtliche Anforderungen erfüllt sind, sollen die neuen Quellen in das bestehende Versorgungssystem aufgenommen werden.

Bad Bleiberg investiert in Sicherheit

Die Marktgemeinde Bad Bleiberg verfügt derzeit über ausreichend hochwertige Trinkwasservorkommen.

Um auch künftig bestens vorbereitet zu sein, arbeitet die Gemeinde an einem umfassenden Trinkwassersicherheitsplan.

Dieser soll mögliche Risiken frühzeitig erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen definieren.

Darüber hinaus wird die Wasserqualität kontinuierlich überwacht und digital dokumentiert.

Digitalisierung in Nötsch

In der Marktgemeinde Nötsch im Gailtal spielt Digitalisierung eine zentrale Rolle.

Ein digitaler Leitungskataster ermöglicht einen vollständigen Überblick über:

  • Leitungsnetze,
  • Anlagen,
  • Quellen,
  • notwendige Sanierungen,
  • Wasserverbrauch.

Auch mögliche Störungen wie Rohrbrüche können dadurch schneller erkannt und behoben werden.

Die Bevölkerung wird im Bedarfsfall sowohl digital als auch persönlich informiert.

Feistritz verfügt über große Reserven

Die Gemeinde Feistritz an der Gail besitzt eine besonders traditionsreiche Wasserversorgung.

Bereits seit 1903 stammt Trinkwasser aus der Almquelle „Feistritzer Planja“, die derzeit rund 14 Liter Wasser pro Sekunde liefert.

Zusätzliche Quellen sowie weitere Reserven sorgen dafür, dass die Wasserversorgung langfristig gesichert bleibt.

Ein Teil des Wassers wird zudem für ein eigenes Wasserkraftwerk genutzt.

Kötschach-Mauthen plant bis 2035

Besonders umfangreich fällt der Zukunftsplan der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen aus.

Bis zum Jahr 2035 soll ein umfassender Masterplan umgesetzt werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • neue Wasserquellen,
  • Sanierung bestehender Leitungen,
  • Ausbau von Hochbehältern,
  • moderne Risikoanalysen,
  • Notfallpläne,
  • weitere Verbindungen zu Nachbargemeinden.

Für das Gesamtprojekt sind Investitionen in Millionenhöhe vorgesehen.

Wasser wird zur strategischen Ressource

Die Entwicklungen im Gailtal zeigen, wie stark sich Gemeinden bereits heute auf die Folgen des Klimawandels einstellen.

Während Österreich derzeit noch über vergleichsweise große Wasserreserven verfügt, rechnen Experten damit, dass Trockenperioden künftig häufiger auftreten werden.

Investitionen in moderne Infrastruktur, Digitalisierung und regionale Zusammenarbeit gelten daher als wichtige Bausteine, um die Versorgung der Bevölkerung auch in den kommenden Jahrzehnten sicherzustellen.

Tags:

GailtalKärntenKlimawandelÖsterreichSteiermarkTrinkwasserUmweltWasserversorgung
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Miroslav Malatinský

Autor: Miroslav Malatinský Ich bin Chefredakteur des Nachrichtenportals Aktualizované.sk und verantwortlich für die redaktionelle Ausrichtung, die Qualität unserer Inhalte sowie die Einhaltung journalistischer Standards. Meine Priorität ist es, unseren Leserinnen und Lesern schnelle, verifizierte und vertrauenswürdige Nachrichten aus der Slowakei und dem Ausland zu bieten – ergänzt durch fundierte Hintergründe und verständliche Einordnungen. Ich bin überzeugt, dass qualitativ hochwertiger Journalismus auf Fakten, Objektivität und einem verantwortungsvollen Umgang mit Informationen basieren muss. Gemeinsam mit unserem Redaktionsteam arbeite ich täglich daran, Aktualizované.sk als zuverlässige Quelle für Nachrichten, Analysen und praxisnahe Informationen für den Alltag weiterzuentwickeln.

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